Weihnachtsfeier bei der LOPODUNIA

 

 

Wie?, Was?, die Weihnachtsfeier ohne Nikolaus und ohne Grabbelsack? Nun ja, so war es aus der Einladung zur Feier im „Würzburger Hof“ zu entnehmen. Der Nikolaus der Lopodunen, alias Karl Bommarius, war leider aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Und so kam es, dass der Ehrenvorsitzende der Vereinigung den Direktorenwechsel am CBG zum Anlass nahm, einen Diavortrag über die Leiter der Schule seit der Gründung der LOPODUNIA im Jahre 1916 zu halten. Damals war Prof. Wilhelm Metzger Direktor der Schule mit dem Namen Großherzogliche Realschule Ladenburg. Er war eine legendäre Persönlichkeit mit einer sagenhaften Amtszeit von 31 Jahren (1891, mit 125 Schülern bis 1922, mit 164 Schülern). Er führte ein strenges Regiment gegenüber Schülern und Lehrern und verfasste zum 30-jährigen Bestehen der Schule (1893) erstmals eine Festschrift. Erst 60 Jahre später, zur 90-Jahr-Feier der sich dann Realprogymnasium Ladenburg nennenden Schule, gab es wieder eine Festschrift. Von 1922 bis 1930 stand Prof. Robert Mauderer der Schule, die jetzt Realschule Ladenburg hieß, vor. 1930 bis 1945 war Prof. Dr. Karl Schwarz Schulleiter. Zu Beginn seiner Amtszeit bestand die Gefahr der Auflösung der Schule, entsprechend einer Empfehlung der Badischen Sparkommission. Dazu der berühmt gewordene Artikel von Cornel Serr in der Neckar-Bergstraß-Post (Vorgängerblatt der Ladenburger Zeitung): „Hände weg von der Realschule“. Das gemeinsame Bemühen vieler Kreise verhinderte die Auflösung. In seiner Amtszeit wurden zwei Schuljubiläen gefeiert: 1933 das 70-jährige und 1938 das 75-jährige, jeweils mit großem Frühschoppen der LOPODUNIA auf dem Marktplatz. Ab 1937 bis 1945 wurde die Schule in Franz-von-Sickingen-Schule umbenannt. 1945 wurde das Gebäude durch das Diakonissenkrankenhaus Mannheim bis Ende 1949 belegt. Am 21. Januar 1946 erfolgte die Wiedereröffnung auf Initiative von Prof. Dr. Otto Imhof im alten Volksschulgebäude über dem Kaiserkeller mit vier Klassenräumen und 208 Schülern unter dessen Leitung. Es gab keine Schulbücher, alles musste diktiert werden; es war die Zeit der Schulspeisung. 1950 war der Wiedereinzug in die angestammten Räume (heute Sickingen-Hauptschule) möglich. Prof. Dr. Imhof ging 1952 in Pension. Sein Nachfolger wurde Dr. Richard Kühner bis 1974. Er hatte die zweitlängste Amtszeit inne und in selbige fielen demzufolge auch viele bemerkenswerte Ereignisse: 1953: 90-jähriges Schuljubiläum, 1954: Benennung der Schule in Carl-Benz-Progymnasium, 1958: Ausbau zur Vollanstalt, 1961: erstes Abitur, 1963: 100-Jahr-Feier der Schule, 1970: Einweihung des neuen Schulgebäudes. Die Zahl der Schüler stieg auf  ca. 1300. 1974 bis 1987 „herrschte“ Direktor Klaus Kolb über z.T. 1650 Schüler. Als Verfasser der Schulchroniken für die Festschriften 1963 und 1988, als Kommentator des Films über das 100-jährige der Schule 1963 und auch als Autor vieler Schriften und Bücher ist er überregional bekannt. Danach folgte Heinz Gindner (1987 bis 2002), in dessen Amtszeit die 125-Jahr-Feier der Schule fiel. Das Freigelände der Schule wurde „entdeckt“. Seitdem findet dort das Sommerfest der Schule statt, wobei der „Treff unter dem Orbis Pictus“ besonders zu erwähnen wäre. Dr. Werner Klages (2002 bis 2008) war es, der das CBG an seinen derzeitigen Leiter Günter Keller übergab. Mit Klages kam ein Mann mit internationaler Schulerfahrung nach Ladenburg. In seiner Amtszeit wurde das Cafe Bertha eingerichtet und das 90-jährige Bestehen der LOPODUNIA im großen Rahmen auf dem Gelände der Baumschule Huben gefeiert.

Die Lopodunen freuten sich sehr darüber, dass die Herren Gindner und Dr. Klages Zeit fanden, an ihrer Weihnachtsfeier teilzunehmen.