Vom Neckar an den Main - die LOPODUNIA unterwegs

 

            

 

Ziel des diesjährigen Maiausflugs der LOPODUNIA waren sehenswerte Städte am Main, nämlich Lohr in Bayern (linkes Bild) und Seligenstadt in Hessen (rechts). Bei leicht trübem Wetter ging’s am Samstag, dem 31. Mai um 8.00 Uhr los. Nach zweistündiger Fahrt hatte man die Mainlände in Lohr erreicht. Sogleich begann ein emsiges Treiben, um den Frühschoppen in Form von Laugenstangen und Apfelwein vorzubereiten. Und so gestärkt war es für den Sangesmeister Horst Müller ein Leichtes, das „Lied der fahrenden Schüler“ anzustimmen. Gegen Mittag wurde mit Hilfe zweier Führer die Stadt besichtigt. Durch die engen Gassen des Fischerviertels führte der Weg hinauf  zum Bayersturm (14. Jahrh.). Von hier aus war ein großartiger Rundblick auf die malerische Altstadt (1296 erstmals urkundlich erwähnt) und den Spessart möglich. Die winzigen Räumlichkeiten ließen das Leben der Türmerfamilie mehr schlecht als recht erahnen. Der Rundgang durch den fachwerkreichen historischen Kern von Lohr folgte der Hauptstraße zur kath. Pfarrkirche St. Michael (13.-15.Jahrh.), vorbei am Renaissance-Rathaus (1602) zum Kurmainzer Schloss (15.-17-Jahrh.), das das Spessartmuseum beherbergt. Auffallend waren die vielen liebevoll gestalteten Wirtshausschilder der Stadt.

Später am Nachmittag schließlich, kamen die Ausflügler in Seligenstadt an. Mittelpunkt der Siedlung, die Einhard 815 von Karl dem Großen geschenkt bekam, ist die gleichnamige Basilika (830) mit Reliquien der Heiligen Marcellinius und Petrus. Die Abtei der Benediktiner hat mehr als 1000 Jahre nahezu unversehrt überdauert und verschiedene Bauphasen erlebt. Von den Klostergebäuden sind die südlich angrenzenden barocken Hof- und Gartenanlagen hervorragend restauriert. Hier kann man alte Obstsorten, Arznei-, Gewürz- und Duftpflanzen kennen lernen. Diese sind allerdings nicht nach ihrer natürlichen Pflanzengemeinschaft angeordnet, sondern nach Indikationsgebiet. Ein wenig mainabwärts waren die Reste des „Palatiums“, der staufischen Kaiserpfalz (1240) und der Steinheimer Torturm (1603) zu bewundern. Weitere bemerkenswerte Gebäude befanden sich in der Innenstadt, so z.B. das „Romanische Haus“, das vermutlich 1187 anlässlich eines Hoftages des Stauferkaisers Friedrich I Barbarossa erbaut wurde, sowie das klassizistische Rathaus (1823) oder der Freihof (das 1703 errichtete erste öffentliche Schulhaus) und viele reich verzierte Fachwerkhäuser, wobei besonders das „Einhardhaus“ (1596) hervorstach.

Und da das Wetter sich stark verbessert hatte, konnte der Ausflug der LOPODUNIA im Biergarten der Seligenstädter „Klein-Brauerei“ gemütlich ausklingen.                                                                                                                                                                                                                                           copyright  Gaby Wiesler

Bilder aus Lohr:

 

 

und aus Seligenstadt