Maiausflug der LOPODUNIA

 

Also am 19. Mai 2007 war es mal wieder so weit, dass die Lopodunen sich zu einer Busfahrt morgens um 8.00 Uhr am Ankerplatz trafen. Nachdem letztes Jahr wegen des 90-jährigen Jubiläums der Vereinigung der Ehemaligen des CBGs alle Festivitäten innerhalb Ladenburgs begangen wurden, sollte dieses Jahr wieder etwas außerhalb unternommen werden.

Mosbach war das 1. Ziel. Nachdem der Bus mit einiger Verspätung gestartet war, brachte der Sangesmeister Horst Müller mit seinem Vorschlag „Heidelberg, du Jugendbronnen“ unterhalb des Schlosses anzustimmen, alle wieder in beste Ausflugslaune. In Mosbach angekommen, übernahm das Team Amler, Brand,  Müller die Führung durch die Altstadt. Als erstes wurde das Haus „Kickelhain“, mit 26 m2 Grundfläche wohl eines der kleinsten Fachwerkhäuser Deutschlands, begutachtet. Vorbei am „Alten Hospital“ ging’s zum „Palmschen Haus“, zum Rathaus (mit Lumpenglöckle), zum Salzhaus und zur gotischen Stiftskirche. Selbige ist geteilt in den Chor, d.h. die kath. Julianakirche, und in das ev. Kirchenschiff. An neuen originellen Brunnen, wie der „Kiwwelschisser“- und der „Kandelschussbrunnen“, die das Wasser über die Straßen ausgießen, sieht man, dass Mosbach seine Bächle liebt und schätzt. Leider war die Zeit viel zu knapp, um ausführlich zu schauen oder die Museen zu besuchen. Da gerade Markttag war, gab es u. A. köstlichen Kuchen in großer Auswahl. Dann setzte sich das kulinarische Angebot fort, in Form von herzhaftem Fleischkäse und knusprigen Brötchen aus Ladenburger Geschäften, begleitet von Odenwälder Apfelwein – alles spendiert von der LOPODUNIA. Das Wetter spielte mit, und auf dem Gelände der Bundesgartenschau 97, am Ufer der Elz, gestaltete sich das Mittagessen, natürlich angereichert mit einem Cantus, zu einem unvergesslichen Picknick.

So gestärkt konnte die Fahrt zum Höhepunkt des Tages, zur Besichtigung des Klosters Schöntal, fortgesetzt werden. Der Weg dahin führte durch das liebliche Jagsttal, wo bearbeitete und verwilderte Wingert die Steilwände säumten, und die Jagsttalbrücke der A81 endlich einmal von unten zu bewundern war. Dann, nach einer Flusswindung, lag plötzlich das Zisterzienserkloster vor uns. Im 12. Jahrhundert wurde es von Mönchen aus Maulbronn gegründet. Sein heutiges Aussehen verdankt es größtenteils dem Abt Benedikt Knittel, dem Urheber der „Knittelverse“, die überall im Kloster zu finden sind. Besonders sehenswert ist die barocke Pfarrkirche (gebaut v. 1701 bis 1736), heute eine beliebte Kirche zum Heiraten, und so kam es, dass uns zwischen zwei Hochzeiten nur ein kurzer Besuch gelang. Leider erfuhren wir erst zum Schluss, dass eine bekannte Ladenburger Sopranistin die Trauung ausschmückte. Wir besichtigten das Treppenhaus der neuen Abtei (von 1746), den Ordenssaal und die Gemächer des Abtes mit Geheimtür. Die Grabplatte des Ritters Götz v. Berlichingen befindet sich im Kreuzgang. Heute gehört die gesamte Anlage dem Land Baden-Württemberg und dient zu Tagungen und Seminaren. Nach dieser guten und aufschlussreichen Führung bestand die Möglichkeit, sich im Klostercafé oder im Strandbad der nahen Jagst zu erfrischen, wobei der Gang ins Café eindeutig vorgezogen wurde.

Anschließend brachte uns der Bus zum 3. Reiseziel, nach Möckmühl, wo Götz v. Berlichingen 1519 gefangen genommen wurde, in ein kleines Städtchen am Zusammenfluss von Jagst und Seckach. Wer wollte, konnte einen Rundgang entlang der gut erhaltenen Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert mit ihren zahlreichen Türmen und Toren über steile Treppen hinauf zur Burg machen. Wem das zu beschwerlich war, der konnte seine Zeit am Oberen und Unteren Marktplatz mit dem 1584 erbauten und 1992 renovierten Rathaus oder mit der Bewunderung anderer schmucker Fachwerkhäuser und der Brunnen verbringen. Zum gemeinsamen Abendessen traf man sich schließlich im Gasthaus „Zum Bären“, wo mit einem letzten Cantus der gelungene Ausflug abgerundet wurde.