Goldener Oktober für die Lopodunia

 

Bei herrlichem Wetter starteten die Lopodunen am Samstag, dem 13. Oktober zu ihrem Herbstausflug. Dieses Mal ging’s  in die Pfalz, genauer gesagt zum Trifels und nach Godramstein bei Landau. Von weitem schon sah man die drei Anhöhen mit den Ruinen Scharfenberg, Anebos und Trifels. Der Bus verließ bei Annweiler die B 10 und brachte die Ausflügler auf einem engen Sträßlein durch den herbstlich bunten Wald hinauf zum Parkplatz. Eine Schafherde eilte voraus und zeigte den richtigen Weg. Die letzten Meter waren zu Fuß zu bewältigen, mäßig steil, aber fast alle Teilnehmer schafften den Anstieg. Oben von der Terrasse  bzw. später vom Turm aus, wurde man mit einem großartigen Ausblick auf die nähere und ferne Umgebung belohnt. Beim Eintritt in die Burg hörte man Musik. Als man den Melodien folgte, traf man auf eine Hochzeitsgesellschaft im Palas. Eine Panflöte kam durch die ausgezeichnete Akustik im zweigeschossigen Saal voll zum Klingen. Eigentlich ist der Palas ein Neubau. Von den Nationalsozialisten wurde er auf den Resten der Stauferburg geplant und 1947 vollendet. Der Hauptturm datiert aus der Zeit Barbarossas, und dank der Hochzeit konnte man einen Blick in die Kapelle werfen. Ein Stockwerk höher, im Turm schließlich waren die Kopien der Reichsinsignien zu bewundern. Die Originale befinden sich seit etwa 1800 in Wien. Doch nicht nur die Reichskleinodien machten den Trifels bekannt, 1193 war der berühmte englische König Löwenherz dort gefangen.

Gegen 18 Uhr kamen die Lopodunen beim Weingut Schweikart in Godramstein an. Im Innenhof wurden sie vom Winzerehepaar persönlich begrüßt. Für viele eine Überraschung war, dass die Winzerin die jüngste von drei Geschwistern des Hegehofs in Ladenburg ist. Zur Eröffnung gab’s ein Glas Sekt, der nach Champagner Art – neun Monate Flaschengärung – hergestellt war. Zur Stärkung gab’s ein herzhaftes Gebäck. Nun führte uns der Hausherr in die Keller- und Lagerräume und erklärte auf humorvolle und charmante Art die Weinherstellung. Er baut 15 Rebsorten an, und die Holzfässer überdauern viele Generationen, wenn sie richtig gepflegt werden. Er erklärte die Gründe für das Schwefeln der Fässer und warum diese eine ovale Form haben. Schließlich ließ man sich in einem gemütlichen Raum zum Essen nieder. Es gab Saumagen und Leberknödel mit Sauerkraut. Danach schloss sich die gemütliche und sehr lustige Weinprobe an. Es wurde nicht am Wein gespart, so dass die Lopodunen fröhlich nach Hause zogen und im Bus noch das Badner Lied anstimmten.

mb/gw