Herbstausflug der LOPODUNIA nach Durlach

 

 


Durlach, das ist doch nur ein Stadtteil von Karlsruhe“, denken einige Lopodunen und sind sehr angenehm überrascht davon, wie interessant und sehenswert doch Durlach ist. Auf dem Marktplatz beginnt der geführte Stadtrundgang. Man bewundert die Stadtkirche, den liebevoll gestalteten Marktplatzbrunnen und das große Rathaus mit der imposanten Treppengiebelfassade. Auf dem Balkon steht eine Ritterfigur, die in der einen Hand eine Fahne aus Eisenblech und in der anderen ein Schild mit badischem Wappen hält. Es ist eine Kopie der Statue des Markgrafen Karl II, der 1565 seine Residenz von Pforzheim nach Durlach verlegte. Er und seine Nachfolger ließen das ehemalige Jagdschloss zur Karlsburg erweitern. Das Gebäude überstand den 30-jährigen Krieg noch ohne nennenswerte Schäden. Doch 1689, während des Pfälzischen Erbfolgekrieges, wurden das Schloss und die Stadt von französischen Truppen in Brand gesteckt. Der westliche Schlossflügel und auch die Stadt wurden wieder aufgebaut, wobei man an deren mittelalterlichen Anlage festhielt, was man an der alten Stadtumwallung, wovon noch Teile, z. B. der Basler Torturm, erhalten sind, ablesen kann. Über einen ehemaligen Friedhof, durch enge Gässchen, vorbei an prächtigen Fachwerkhäusern, wie das Üxküllsche Palais, ging's zurück zum Alten Schloss, das heute das Pfinzgaumuseum beherbergt. Es war Markgraf Carl Wilhelm von Baden-Durlach, der im Jahre 1715 die Idee hatte, die Karlsburg als Residenz aufzugeben und ein neues Schloss und eine darauf fächerförmig ausgerichtete Stadt zu gründen. Daher ist es durchaus gerechtfertigt, wenn Durlach heute als „Karlsruhes Mutter“ bezeichnet wird.

Im Karlsruher Stadtteil Durlach-Aue schließlich, im „Aumer Wirtshaus“, dem ehemaligen „Goldenen Adler“, findet das gemeinsame Abendessen statt. Die Speisekarte ist in badischem Dialekt verfasst und genauso traditionsverbunden und schmackhaft sind die aufgetischten Gerichte, passend zum guten badischen Wein. Die Lopodunen können zufrieden sein.